Dipl.-Ing. Robert Wilmes, Software & System Technology, Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont
1. Von den Vorteilen der Plattform profitieren 2. Aus allen Richtungen auf die Steuerung zugreifen 3. Manipulation durch Dritte ausschließen 4. Alarme über OPC UA weiterleiten 5. Serverfunktion kontinuierlich ergänzen 6. Applikationen deutlich schneller erstellen
Steuerungen müssen heute viele Aufgaben ausführen. Dabei nimmt die eigentliche Steuerungsfunktion einen immer geringeren Anteil des Arbeitsbereichs ein. Im Rahmen von Industrie-4.0-Anwendungen soll die SPS beispielsweise jederzeit Daten an die Cloud weiterleiten oder mit anderen intelligenten Einheiten der Applikation austauschen. Qualitäts-Management- und überlagerte Asset-Management-Systeme wollen zyklisch oder den Umständen entsprechend über den Status des Prozesses sowie der unterlagerten Geräte und Fertigungsmodule informiert werden. Lokale Bedienkonzepte sind der Lösung per WLAN dynamisch hinzuzuschalten. Und schließlich muss das Kommunikationsnetzwerk vor unautorisierten Zugriffen geschützt sein. Um all diese Aufgaben zu erfüllen, hat Phoenix Contact mit der PLCnext Technology eine komplett neue Steuerungsplattform auf Basis des Linux-Betriebssystems konzipiert und schon während der Entwicklungsphase auf die genannten Anforderungen vorbereitet. Auf der SPS IPC Drives 2017 wurde mit dem AXC F 2152 die erste PLCnext-Steuerung vorgestellt. Jetzt folgt eine Variante für die High-End-Steuerungsfamilie der Remote Field Controller mit integrierter Sicherheits-SPS.
Von den Vorteilen der Plattform profitieren
Möchte der Programmierer den Steuerungscode für die PLCnext-Controller weiterhin gemäß IEC 61131-3 schreiben, steht mit PLCnext Engineer eine neue Engineering-Umgebung zur Verfügung. Das Tool ermöglicht sowohl die komfortable Programmierung in den klassischen SPS-Sprachen als auch die Konfiguration der Steuerung und der angeschlossenen Feldbusse. Bei der Code-Erstellung in Hochsprache – also in C++ oder C# – setzt Phoenix Contact auf Werkzeuge, die sich bereits bei den Anwendern bewährt haben: Eclipse und Visual Studio. Anschließend führt der Execution and Synchronisation Manager (ESM) den Code auf der SPS in Echtzeit aus.
Für den Datenaustausch zwischen den Programm-Instanzen ist der Global Data Space (GDS) verantwortlich. Die Kommunikation, die der Anwender ebenfalls konfiguriert, erfolgt aufgrund der Verwendung cleverer Puffermechanismen taktsynchron. Das bedeutet, dass sich ein Wert, der in einer hoch prioren und schnellen Task berechnet und danach vom Code einer nieder prioren und langsamen Task aufgenommen wird, nicht innerhalb eines Zyklus der nieder prioren Task ändert. Auf diese Weise stellt die PLCnext Technology sicher, dass die Abfrage des Werts am Zyklusanfang dasselbe Ergebnis liefert wie am Zyklusende, selbst wenn die hoch priore Task zwischenzeitlich einen neuen Wert kalkuliert hat.





