Andreas Gees, stv. Chefredakteur elektro AUTOMATION
Stromversorgungslösungen, die auf Synergien zwischen Standard- und kundenspezifischen Geräten basieren, sind bei Anwendern äußerst gefragt“, erläuterte Bernhard Erdl, Geschäftsführer und Inhaber von Puls in München. Um den wachsenden Bedarf hier zukünftig besser decken zu können, hat das Unternehmen den deutschen Stromversorgungshersteller Etasyn übernommen, der über einen Produktionsstandort in Drebach mit insgesamt 75 Mitarbeitern verfügt. Im Zuge der Integration wurde das komplette Team in die neue Business Unit Puls Vario eingegliedert.
Daneben konnte auch das Artesyn-Entwicklerteam in Wien gewonnen werden, dessen neue Büros im Januar 2018 bezogen werden. Die Entwickler werden sowohl an Standard-Stromversorgungen mitarbeiten als auch kundenspezifische Lösungen entwickeln. Damit steigert das Unternehmen seine verfügbare Entwicklungskapazität. Die Geschäftsführung von Puls Vario an beiden Standorten übernimmt Ewald Braith, der bereits seit 2015 als General Manager von Etasyn tätig ist. Bernhard Erdl erläuterte dazu: „Neben dem umfangreichen Portfolio an Standard-Stromversorgungen bilden die kundenspezifischen Lösungen, Modifikationen von Standardgeräten sowie kompletten Baugruppen nun einen zweiten wichtigen Geschäftsbereich innerhalb der Gruppe.“ Puls strebt in 2017 mit 1200 Mitarbeitern einen Umsatz von 160 Mio. Euro an.
Innovationen in der Fertigung sichern Kostenvorteile
Wie der Geschäftsführer berichtet, profitierte der Stromversorgungsmarkt 2017 bisher von einer stabilen Weltkonjunktur und ist generell durch eine positive Grundstimmung geprägt. Die hohe Nachfrage stellt den Stromversorgungshersteller jedoch auch vor Herausforderungen – insbesondere was die Lieferzeiten angeht. Puls legt viel Wert darauf, seine Produkte nicht nur in Qualität sondern auch zur vereinbarten Zeit zu liefern. Das Unternehmen steuert die komplette Wertschöpfungskette seiner Produkte selbst und hält die Liefertreue dadurch konstant hoch. Um dies auch bei einer weiter steigenden Nachfrage gewährleisten zu können, investiert das Unternehmen fortlaufend in seine Werke in Tschechien und China. Nach anderthalb Jahren Bauphase ist der Ausbau der Produktionsstätte in Suzhou (China) abgeschlossen. Die Gebäudeerweiterung erstreckt sich über eine Fläche von 6.000 m2.
Piano-Netzteile mit 60 W und 90 W
Mit den DIN-Schienen-24-V-Stromversorgungen PIC60 und PIC90 baut Puls die Piano-Produktfamilie aus. Die Netzteile basieren auf einem Single-Board-Design, das zum einen die Fertigung und Prüfung der Geräte vereinfacht, zum anderen einen positiven Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Stromversorgungen hat, da die Anzahl an potentiellen Fehlerquellen reduziert wird. Um aus den kleinen Geräten das Maximum an Effizienz herauszuholen, werden erstmals in dieser Leistungsklasse die Dioden durch Synchrongleichrichter auf Basis von Mosfets ersetzt.





