1. Vielfältige Installationsoptionen bis in Zone 1 2. Eigensicheres Ethernet setzt neue Standards 3. Aufwändigere Schutzmaßnahmen erübrigen sich 4. Feldvernetzung bis in Zone 0 5. Zusammenschaltung Ethernet-APL-Geräte unterschiedlicher Hersteller 6. Hohe Bandbreiten bei großer Kompatibilität 7. Kein aufwändiger Nachweis der Eigensicherheit erforderlich 8. Transparente Lösungen
Das wachsende Datenaufkommen in der Prozessautomation erfordert höhere Bandbreiten und schnellere Übertragungsraten, um Prozesse möglichst in Echtzeit überwachen und steuern zu können. Zusätzliche Anforderungen ergeben sich aus dem wachsenden Bedarf nach Diagnosedaten und Geräteinformationen. Damit wächst die Bedeutung einer durchgängigen Ethernet-Vernetzung ganzer Industrieanlagen. Mit Ethernet/IP, Hart-IP und Profine haben sich verschiedene Standards für die IP-Kommunikation in der Prozesstechnik etabliert.
Industrial Ethernet zeichnet sich unter anderem durch eine deterministische Datenübertragung sowie robust ausgeführte Komponenten mit erweiterter Temperaturbeständigkeit und erhöhtem IP-Schutz aus. In der Prozessindustrie unterliegt der Ethernet-Einsatz zusätzlichen Bedingungen. Dazu zählt neben langen Betriebszyklen von Prozessleitsystemen, Feldgeräten und installierter Infrastruktur auch ein praktikabler Explosionsschutz, um die Vernetzung bis in die Feldebene einschließlich der als explosionsgefährdet ausgewiesenen Bereiche zu realisieren.
Vielfältige Installationsoptionen bis in Zone 1
Unter Einbeziehung entsprechender Schutzmaßnahmen können CAT-Kupferleitungen auch in explosionsgefährdeten Bereichen verlegt werden. Den erforderlichen Ex-Schutz stellen elektromechanische Schutzmaßnahmen nach den Vorgaben der Erhöhten Sicherheit „e“ sicher. Da gängige RJ45-Stecker nicht für Anwendungen in Zone 1 geeignet sind und die Leitungseinführung in druckfest gekapselte Ex-d-Gehäuse hohen Aufwand bedeutet, verwendet man hierfür speziell für Zone 1 zugelassene Ex-e-Klemmen mit Zugfedertechnik. Damit lassen sich Ethernet-Kabel mit bis zu acht Adern und Übertragungsraten bis ein Gigabit pro Sekunde sowie Power over Ethernet in einem abgesetzten, leicht zugänglichen Ex-e-Anschlussraum sehr einfach installieren.
Zur Vernetzung auch entlegener Ex-Bereiche via Ethernet bietet sich die Anbindung über Lichtwellenleiter an. Die störsichere LWL-Verkabelung bedarf weder aufwändiger Erdung noch Schirmung und ermöglicht den Datenaustausch von Sensoren und Aktoren, Remote-I/O-Systemen, Kontroll- und Überwachungskameras über kilometerlange Distanzen. Potenzielle Zündgefahren werden gemäß der Zündschutzart „op is“ nach DIN EN 60079-28 unterbunden, indem die optische Energie des Lichtbündels auf ein nicht-zündfähiges Maß begrenzt wird. Derart geschützte Installationen ermöglichen auch im Ex-Bereich den Aufbau optischer Ringe mit komfortablen Diagnose- und Meldefunktionen. Hierfür stehen entsprechende Medienkonverter und Switches für die Zone 1 und 2 zur Verfügung.





