Thomas Schmid, Business Development Manager in der Division Equipment bei E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH in Altdorf
Inhaltsverzeichnis 1. Federkraft-Anschlusstechnik hat sich durchgesetzt 2. Kombi-Schutzschalter mit Push-in-Klemmen 3. Montagefreundliche Snap-In-Montage 4. Auf Wunsch mit Abdichtung 5. Auch Handschuhe sind kein Problem
Es ist unumstritten: Schocks, Schwingungen und Vibrationen erhöhen den Verschleiß von Maschinen und stören deren Funktionsweise oftmals empfindlich. Schwingungen, vor allem in Form von Körperschall oder sekundärem Luftschall, können darüber hinaus auch die Gesundheit von Menschen beeinträchtigen, die im unmittelbaren Einflussbereich der Maschinen arbeiten. Auch Gebäude, in denen Maschinen und Anlagen betrieben werden, können bei zu starken Vibrationen Schaden nehmen. Und dann geht es richtig ins Geld. Denn die Sanierung von Rissen im Mauerwerk oder in der Bodenplatte oder gar Senkungen und Hebungen von Gebäudeteilen ist kostspielig. Maschinenersteller legen daher seit jeher ein großes Augenmerk auf die Entwicklung vibrationsarmer Maschinen. Zwar lassen sich mit modernen Technologien heute Vibrationen gut in den Griff bekommen, völlig ausschließen lassen sie sich jedoch in aller Regel nicht. Für die in Maschinen und Anlagen eingesetzten Elektrokomponenten bedeutet dies: Sie müssen bestmöglich erschütterungsfest sein. Eine Anforderung, die besonders auch für die Anschlusstechnik gilt.
Federkraft-Anschlusstechnik hat sich durchgesetzt
Blickt man heute in die Schaltschränke moderner Maschinen, so ist schnell klar: auf Federkraft basierende Anschlusstechniken dominieren stark. Zwar hat die gute alte Schraubverbindung in bestimmten Produkten und Anwendungsbereichen noch immer ihre Berechtigung. Aber die von Wago im Jahr 1977 eingeführte Käfigzugfederklemme der Cage-Clamp-Serie leitete den Siegeszug der Federklemme unaufhaltsam ein. Möglich machten ihn neuartige Federn aus Chrom-Nickel-Stahl. Dank ihrer hohen Zugkräfte ließen sich erstmals Federkraftklemmen herstellen, die auch unter härtesten Bedingungen (Schock, hohe Vibrationen, aggressive Atmosphäre) eine dauerhaft zuverlässige Kontaktierung sicherstellten. Ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Entwicklung der Anschlusstechnik war die Erfindung der Push-in-Anschlussklemme. Phoenix Contact setzte sie im Jahr 1978 als weltweit erstes Unternehmen in Reihenklemmen ein. Im Vergleich zur Käfigzugfeder hat die Push-in-Anschlussklemme den Vorteil, dass sich starre oder mit Aderendhülsen vorkonfektionierte Leiter direkt in die Klemme einstecken lassen. Ein Werkzeug ist dafür nicht notwendig. Die Kontaktfeder wird beim Einsteckvorgang vom Leiter selbsttätig geöffnet und sorgt so für die erforderliche Anpresskraft des Leiters gegen den Strombalken. Für den Anwender bedeutet dies im Vergleich zur Käfigzugfeder nochmals spürbar reduzierte Verdrahtungszeiten. Führende Hersteller von tragschienenmontierbaren Stromversorgungsystemen setzen daher bereits seit Jahren standardmäßig die Push-in-Anschlusstechnik in ihren Schaltnetzteilen, Boostern und Stromüberwachungsmodulen ein. Auch Hersteller von Schutzschaltern und elektronischen Sicherungsautomaten für die Hutmontage (Selektive Absicherung von 24 VDC Laststromkreisen) vertrauen immer häufiger auf die Push-in-Technologie. „Stecken statt Schrauben“ ist auch bei diesen Komponenten ein klarer Trend im Bereich der Anschlusstechnik.





