Es ranken sich nach wie vor zahlreiche Mythen um das Thema Wireless Wide-Area-Networks (Wireless WANs). Das führt dazu, dass sich auch die Zweifel halten: Sind kabellose Breitbandverbindungen zuverlässig? Kann ihre Leistung mit der Performance kabelgebundener Verbindungen mithalten? Ist das nicht mit hohen Kosten verbunden? Trotz dieser Bedenken gibt es aber immer mehr Unternehmen, die den Schritt wagen – und feststellen: Die drahtlosen stehen den kabelgebundenen Verbindungen in nichts nach. Im Gegenteil, häufig haben sie sogar die Nase vorn.
Das jedenfalls zeigt die Studie „The Viability of a Wireless WAN for Business“ von Nemertes, einem weltweit aktiven forschungsbasierten Beratungsunternehmen. Sie enthält Analysen, die auf qualitativen Interviews mit zwölf Unternehmen basieren, die drahtlose WAN-Lösungen einsetzen. Die Unternehmen kommen aus unterschiedlichsten Branchen darunter Einzelhandel, Gesundheitswesen, Dienstleistung, Behörden und Logistik. Die Studie stellt fest: Agilität und die Reduktion von Ausfallzeiten sind für moderne Unternehmen unerlässlich.
Sie zeigt außerdem, dass kabellose Technologien wie 4G LTE und 5G für Unternehmen viele Vorteile bieten, denn sie erleichtern die Anbindung neuer – auch unterschiedlicher – Geräte. Das stetig komplexer werdende Unternehmens-WAN kann so vereinheitlicht werden: Von festen Standorten, wie Geschäften und kleinen Büros, über Fahrzeugflotten bis hin zu IoT – und zwar überall.
Breitband-Konnektivität binnen Minuten
Für die Effizienz eines Unternehmens ist störungsfreie Konnektivität wesentlich. Auch wenn die Mitarbeitenden nicht 24/7 am Arbeitsplatz sind, gibt es meist viele Geräte und Anwendungen, die ständig Daten an die Cloud und andere Stellen senden müssen. Von Überwachungskameras über Sensoren bis hin zu Point-of-Sale-Geräten oder Wi-Fi für Gäste – die meisten Verbindungsunterbrechungen würden das laufende Geschäft schwerwiegend beeinträchtigen.
Im ersten Moment scheint es, als wären kabelgebundene Lösungen hier das Mittel der Wahl. Sie wirken robust und sind jahrzehntelang erprobt. Doch ist eine Leitung beschädigt, betrifft das alle daran angeschlossenen Geräte. Und selbst in Gebieten, in denen der Glasfaserausbau vorangeschritten ist, kann es sein, dass die letzten Meter noch mit Kupferleitungen überbrückt werden. Darunter leidet die Bandbreite. Solche Einschränkungen gibt es bei kabellosen Lösungen nicht.
Die Nemertes-Umfrage kommt zu dem Schluss, dass kabellose Breitbandverbindungen das vielleicht beste Mittel gegen Ausfallzeiten und ein bewährter Faktor für eine verbesserte Zuverlässigkeit sind. So konnten die Befragten eine drastische Reduzierung der durch Internetausfälle verlorenen Zeit feststellen: Diejenigen, bei denen mindestens 90 Prozent der Standorte Wireless WAN als primäre Verbindung nutzen, meldeten eine Verringerung der durchschnittlichen Ausfallzeit um 88 %, während diejenigen, bei denen mindestens 90 % der Standorte kabelloses WAN als Failover nutzen, eine Senkung um 62 % verzeichneten. Demnach konnte bereits die Nutzung von Wireless-Verbindungen als sekundären Link die Ausfallzeiten deutlich verringern.





