1. 150 Millionen investiert – 75 Prozent in Deutschland 2. Globale Auswirkungen erwartet 3. Neue Produkte und Lösungen 4. Einfach bedienbare Anschlusstechnik
150 Millionen investiert – 75 Prozent in Deutschland
Die Wago-Gruppe ist mit neun internationalen Produktions- und Vertriebsstandorten, 20 weiteren Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in über 80 Ländern global aufgestellt. Der Investitionsschwerpunkt des Unternehmens bleibt aber weiterhin Deutschland. Auch 2019 wurde hier für die Branche überdurchschnittlich hoch investiert. Mehr als 75 Prozent der Gesamtinvestitionen von circa 150 Millionen Euro sind in die Standorte in Minden, Päpinghausen und Sondershausen geflossen.
Globale Auswirkungen erwartet
Im Gegensatz zu anderen Branchen kann die Wago-Gruppe auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2020 zurückblicken. „Hier haben besonders Fertigung und Logistik mit ihrem Einsatz für einen positiven Jahresbeginn gesorgt“, erklärt Sven Hohorst. „Allerdings stellen wir nun, als Unternehmen am Ende der Prozesskette, auch deutliche Rückgänge im Auftragseingang fest.“
Besonders die Länder Italien, Spanien, Frankreich, Belgien und Dänemark seien stark betroffen. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise seien aktuell noch nicht zu beziffern, werden aber die gesamte Wago Gruppe erheblich belasten. „Wir bereiten uns darauf vor, dass die Auswirkungen schwerer sein werden als bei der Finanzkrise 2009“, so die Prognose. Trotzdem bleibe ein fester Glaube an eine kommende Verbesserung der Lage. „Auch dieses Jahr werden wir weiter mit knapp 90 Millonen in wichtige Zukunftsprojekte investieren – davon bleiben zwei Drittel hier in Deutschland.“
Neue Produkte und Lösungen
Ein Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen in allen Technologiebereichen des Unternehmens, der Automatisierungs- und Verbindungstechnik sowie der Interface-Elektronik. In der Automatisierung geht es Wago mit dem Konzept „openandeasy“ vorrangig darum, Anwendern mit komplett offenen Automatisierungslösungen, die schnell an neue Anforderungen angepasst werden können, maximale Flexibilität zu ermöglichen. Das Betriebssystem Linux spielt dabei eine entscheidende Rolle. So konnte Wago schnell Themen wie Cloud-Connectivity and Cyber-Security realisieren.
Außerdem hat die Linux-Community viele Lösungen erarbeitet, die in den Wago-Controllern, den Steuerungslösungen für die Automatisierung, einfach genutzt werden können. Dazu zählt zum Beispiel die Docker-Technologie, die die Bereitstellung von Anwendungen vereinfacht. Docker verpackt Applikationen in eine portable Form, sodass sie einfach und schnell auf den Wago-Controllern genutzt werden können.





