Die Wago-Gruppe zählt zu den international bedeutenden Anbietern der Verbindungs- und Automatisierungstechnik sowie der Interface-Elektronik. Sie beschäftigt heute weltweit 8.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Umsatz von 954 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich Interconnection liefert ein umfangreiches Programm an Klemmen und der Geschäftsbereich Automation ist mit einem breiten Automatisierungsportfolio am Markt präsent. Die Aktivitäten bei Stromversorgungen sind in den Geschäftsbereich Interface Electronic eingegliedert, zu dem auch ein breites Angebot von Trennverstärkern, Messumformern, Relaistechnologien sowie Energiezähler gehört. Die Wago Stromversorgung Pro 2 setzt Benchmarks bei der Kommunikation und Parametrierbarkeit. Über ein aufrastbares Kommunikationsmodul (aktuell IO-Link, Modbus RTU und Modbus TCP, später auch andere Ethernet-basierte Protokolle, wie Ethernet IP) kann sie mit der SPS oder einem IoT-Gateway verbunden werden. Daten aus der Stromversorgung Pro 2 (PSU) können gespeichert und zur Energieoptimierung analysiert werden; die zentrale SPS kann die dezentral genutzte PSU in Anlagenteilen per Hardwaresignal oder Busbefehl abschalten, um den Stand-by-Modus zur Energieeinsparung zu nutzen – und mit ihren Monitoring-Funktionen gibt sie jederzeit Auskunft über die aktuellen Daten der Stromversorgung bzw. der angeschlossenen Last. Die Netzgeräte sind schmal, arbeiten mit hoher Leistungsdichte und exzellentem Wirkungsgrad von bis zu 96,3 %. Im Schaltschrank benötigen sie daher weniger Raum und erzeugen weniger Abwärme. Wago liefert neben den Stromversorgungen auch passende Systemgeräte wie elektronische Schutzschalter, USV-Systeme, Ladekontrolleinheiten, kapazitive Puffermodule zur Kurzzeitsicherung sowie Akku- und Redundanzmodule, die beispielsweise bei parallel betriebenen Stromversorgungen in der Prozessindustrie zum Einsatz kommen.
Was bedeutet Effizienz?
Die Wago Pro 2 zeichnet sich durch eine hohe Effizienz und einen Wirkungsgrad von 96,3 % aus. „Damit bieten die Geräte der Familie den höchsten Wirkungsgrad am Markt“, behauptet Florian Kothe und ergänzt: „Und wir sind sehr nah am physikalischen Limit.“ Bei Wago hat man den Wirkungsgrad als eines der wichtigen Kriterien bei der Entwicklung der Pro 2 verstanden. „Geringe Verlustleistung führt zu geringerer Erwärmung, einer höheren Lebensdauer sowie einem besseren Derating, das bei der Pro 2 erst ab 60 °C zu beachten ist“, so der Business Development Manager.
Da die Geräte auch bei 45 oder 50 °C zuverlässig arbeiten, ist laut Hersteller oft keine Schaltschrankkühlung erforderlich, und der Arbeitstemperaturbereich liegt zwischen -40 und +70 °C. „Getestet haben wir die Stromversorgungen sogar bis +80 °C. UL schreibt jedoch nur +70 °C vor“, erklärt Florian Kothe. Um diese Eigenschaften zu verdeutlichen, stellt er eine Analyse vor: „Wir haben Berechnungen für einen durchschnittlichen Mittelständler durchgeführt, der an 250 Arbeitstagen im Jahr bei einer 5-Tage-Woche in zwei Schichten produziert. Kommt ein 40-A-Gerät mit einer Auslastung von 80 % zum Einsatz und liegt der Strompreis bei 12,5 Cent, dann lässt sich mit einer Pro 2 eine Einsparung von etwa 20 Euro im Jahr erzielen und reduziert indirekt den CO2, bezogen auf den Durchschnittswirkungsgrad vergleichbarer Geräte.“





