Die Weidmüller-Gruppe blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2019 zurück. In einem sehr schwierigen Marktumfeld, für das der Zentralverband der Elektroindustrie einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent vermeldete, erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 830 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von knapp einem Prozent. „Angesichts der Eintrübung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Ergebnis dennoch zufrieden“, verdeutlicht Vorstandssprecher und Technologievorstand Volker Bibelhausen.
1. Wachstum im Kerngeschäft und bei Digitalisierungslösungen 2. Investitionen in FuE und Ausbau der weltweiten Produktion 3. Digitalisierung und Automatisierung im Kerngeschäft rund um die Reihenklemme 4. Ausbau des IIoT-Portfolios zur Digitalisierung von Prozessen 5. Vorsichtig positiver Ausblick für 2020
Während die erste Jahreshälfte 2019 noch durch eine stabile konjunkturelle Lage gekennzeichnet war, zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher weltweiter Abschwung. „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen, sind aber zuversichtlich, dass wir diese nicht nur bewältigen, sondern auch daran wachsen werden. Der Einstieg in Zukunftsmärkte wie der Elektromobilität, aber auch die weitere Automatisierung und das Geschäft mit IIoT-Lösungen werden uns hier in Zukunft helfen“, so Bibelhausen.
Wachstum im Kerngeschäft und bei Digitalisierungslösungen
Weidmüller verzeichnete insbesondere im Bereich Tragschienenkomponenten, Markierer, Drucker, Montage und Beratung ein Wachstum von einem Prozent. Im Bereich intelligente Komponenten und Lösungen betrug das Wachstum sogar sechs Prozent. „Getragen wurde das Geschäft hier von einer starken Nachfrage nach unserer neuesten Reihenklemmenfamilie sowie unseren Automatisierungsprodukten um u-remote sowie unseren Stromversorgungen“, erklärt Bibelhausen. Lediglich der Bereich um die Geräte- und Feldverdrahtung sowie das OEM-Geschäft liegt mit minus drei Prozent unter Vorjahr. „Der Rückgang ist hier vor allem der hohen Empfindlichkeit und schnellen Reaktion der Kunden aus der Leistungselektronik bei konjunkturellen Schwankungen geschuldet“, so Bibelhausen. Wachstum verzeichnete hingegen der Bereich Feldverdrahtung, der vom ungebrochenen Trend der Dezentralisierung in der Automatisierung und Elektrifizierung maßgeblich profitiert.
Investitionen in FuE und Ausbau der weltweiten Produktion
Mit 53 Millionen Euro investierte Weidmüller 2019 mehr als sechs Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Insgesamt beschäftigen sich 408 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Lösungen und Produkte innerhalb des Unternehmens. Gleichzeitig investierte Weidmüller knapp 60 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau des weltweiten Produktionsnetzwerks. „Der Schwerpunkt lag hier auf der Fertigstellung des dritten Flügels unseres Kunden- und Technologiezentrums sowie unserer Produktionsstandorte in China, Thüringen und Rumänien“, erklärt Pressemitteilung Finanzvorstand André Sombecki.





