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    Weidmüller fokussiert auf IoT-Portfolio
    Foto: Foto: Albert Stoynov / Unsplash
    Konnektivität & Schnittstellen

    Weidmüller fokussiert auf IoT-Portfolio

    Weidmüller gibt Zahlen von 2019 bekannt ist für 2020 zuversichtlich verzeichnet Wachstum im Kerngeschäft und bei Digitalisierungslösungen
    Veröffentlicht
    21. April 2020
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Konnektivität & Schnittstellen

    Die Weidmüller-Gruppe blickt auf ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2019 zurück. In einem sehr schwierigen Marktumfeld, für das der Zentralverband der Elektroindustrie einen Umsatzrückgang von 1,8 Prozent vermeldete, erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 830 Millionen Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von knapp einem Prozent. „Angesichts der Eintrübung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Ergebnis dennoch zufrieden“, verdeutlicht Vorstandssprecher und Technologievorstand Volker Bibelhausen.

    1. Wachstum im Kerngeschäft und bei Digitalisierungslösungen 2. Investitionen in FuE und Ausbau der weltweiten Produktion 3. Digitalisierung und Automatisierung im Kerngeschäft rund um die Reihenklemme 4. Ausbau des IIoT-Portfolios zur Digitalisierung von Prozessen 5. Vorsichtig positiver Ausblick für 2020

    Während die erste Jahreshälfte 2019 noch durch eine stabile konjunkturelle Lage gekennzeichnet war, zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher weltweiter Abschwung. „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen, sind aber zuversichtlich, dass wir diese nicht nur bewältigen, sondern auch daran wachsen werden. Der Einstieg in Zukunftsmärkte wie der Elektromobilität, aber auch die weitere Automatisierung und das Geschäft mit IIoT-Lösungen werden uns hier in Zukunft helfen“, so Bibelhausen.

    Wachstum im Kerngeschäft und bei Digitalisierungslösungen

    Weidmüller verzeichnete insbesondere im Bereich Tragschienenkomponenten, Markierer, Drucker, Montage und Beratung ein Wachstum von einem Prozent. Im Bereich intelligente Komponenten und Lösungen betrug das Wachstum sogar sechs Prozent. „Getragen wurde das Geschäft hier von einer starken Nachfrage nach unserer neuesten Reihenklemmenfamilie sowie unseren Automatisierungsprodukten um u-remote sowie unseren Stromversorgungen“, erklärt Bibelhausen. Lediglich der Bereich um die Geräte- und Feldverdrahtung sowie das OEM-Geschäft liegt mit minus drei Prozent unter Vorjahr. „Der Rückgang ist hier vor allem der hohen Empfindlichkeit und schnellen Reaktion der Kunden aus der Leistungselektronik bei konjunkturellen Schwankungen geschuldet“, so Bibelhausen. Wachstum verzeichnete hingegen der Bereich Feldverdrahtung, der vom ungebrochenen Trend der Dezentralisierung in der Automatisierung und Elektrifizierung maßgeblich profitiert.

    Investitionen in FuE und Ausbau der weltweiten Produktion

    Mit 53 Millionen Euro investierte Weidmüller 2019 mehr als sechs Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Insgesamt beschäftigen sich 408 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Entwicklung neuer Lösungen und Produkte innerhalb des Unternehmens. Gleichzeitig investierte Weidmüller knapp 60 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau des weltweiten Produktionsnetzwerks. „Der Schwerpunkt lag hier auf der Fertigstellung des dritten Flügels unseres Kunden- und Technologiezentrums sowie unserer Produktionsstandorte in China, Thüringen und Rumänien“, erklärt Pressemitteilung Finanzvorstand André Sombecki.

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    In China eröffnete Weidmüller im Juni, nach nur acht Monaten Bauzeit, ein neues, 14.000 Quadratmeter großes Produktionsgebäude. Und in Deutschland feierte man im Juni die Eröffnung einer neuen Produktionshalle am Standort in Wutha-Farnroda in Thüringen. „Die neue Fertigung ist ein weiterer Schritt für den Ausbau der TWG als Weidmüllers High-Tech-Standort für industrielle Steckverbinder- und Verkabelungslösungen“, erläutert Sombecki. „Zusätzliche Erweiterungen des Werkes sind geplant, um die komplexen verlängerten Werkbankstrukturen sukzessive aufzulösen und eine ablaufoptimierte, hochautomatisierte Fertigung zu gestalten“, führt Bibelhausen aus.

    Digitalisierung und Automatisierung im Kerngeschäft rund um die Reihenklemme

    In Weidmüllers Kerngeschäft rund um die Reihenklemme stärkt das Unternehmen seine Position durch die Etablierung von digitalen Services und weiteren Lösungen und Komponenten zur automatischen Bestückung und Markierung. Es geht hierbei darum, die Arbeitsabläufe und Prozesse für Schaltschrankbauer und Monteure durch aufeinander abgestimmte Fertigungsabläufe effizienter zu gestalten. „Mit dem RailAssembler haben wir hier eine Lösung im Angebot mit dem Reihenklemmen automatisiert auf einer Tragschiene montiert werden können“, erklärt Vertriebsvorstand Dr. Timo Berger. „Dieser ergänzt unser vorhandenes Workplace Solutions Angebot für mehr Effizienz im Schaltschrankbau.“ Die Vision, den Schaltschrankbau der Zukunft zu gestalten, verfolgt Weidmüller in der Initiative „Smart Cabinet Building“ auch gemeinsam mit weiteren Unternehmen. „Damit profitieren unsere Kunden von durchgängigen, aufeinander abgestimmten Lösungen der jeweiligen Spezialisten auf dem Gebiet“, erläutert Dr. Timo Berger.

    Ausbau des IIoT-Portfolios zur Digitalisierung von Prozessen

    Gleichzeitig baut Weimüller sein Portfolio im Bereich Industrial Internet of Things weiter aus – mit Lösungen zur Erfassung, Weiterleitung, Verarbeitung und Visualisierung von Daten. Bereits letztes Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, dass es stärker in den Bereich IIoT investieren möchte. „Auf der größten Automatisierungsmesse in Nürnberg haben wir im November schon Pressemitteilung erste Produkte wie das IoT-Terminal vorgestellt, welches eine effiziente und kostengünstige Statusüberwachung von dezentralen Maschinen und Anlagen sowie einfachen Automatisierungssteuerungen ermöglicht“, erklärt Bibelhausen. „Mit Sensoren zur Erfassung von Daten komplettieren wir unser Angebot und bauen dieses kontinuierlich aus. Abgerundet wird das Portfolio durch das Industrial Analytics Angebot und das Automated Machine Learning Tool zur Datenauswertung. Auf Basis lückenloser Aufzeichnungen von Sensor-, Zustands- und Prozessdaten können Kunden verlässliche Vorhersagen über die Qualität ihrer Erzeugnisse treffen.

    Vorsichtig positiver Ausblick für 2020

    Der Ausblick für das Jahr 2020 gestaltet sich aufgrund der aktuellen Lage schwierig. „Bereits zu Beginn des Jahres gab es viele Unsicherheitsfaktoren, die uns verhalten in die Zukunft haben schauen lassen“, so Sombecki. Im ersten Quartal verzeichnete Weidmüller eine Auftragslage auf Vorjahresniveau. Im April hat sich diese allerdings deutlich abgeschwächt. „Von daher sind wir zufrieden, dass wir trotz aller Unwägbarkeiten, bisher passabel durch diese Krise gehen konnten. Wir sehen die Abschwächung und müssen weiterhin als vorsichtige Kaufleute agieren. Daher ziehen wir weiterhin alle Optionen in Pressemitteilungen Betracht, um auf eine geänderte Situation kurzfristig reagieren zu können. Hierzu wird es auch im administrativen Bereich Kurzarbeit für den Monat Mai geben. Hier fahren wir ‚auf Sicht‘ und wägen alle weiteren Schritte sorgfältig ab”, führt Sombecki weiter aus.

    „In China waren wir schon Anfang des Jahres mit den Auswirkungen der Corona-Krise konfrontiert. Hier hatte sich die Lage im März allerdings relativ schnell wieder erholt. Hier sehen wir, dass sich nach einer Krisensituation, die Wirtschaft schnell erholen und wieder Fahrt aufnehmen kann. Etwas, wovon auch wir derzeit für das zweite Halbjahr 2020 ausgehen”, ergänzt Berger. „Wir stellen daher die Weichen, um 2021 wieder richtig durchstarten zu können. Ohnehin sind unsere Planungen und Investitionen in Standorte und Technologien langfristig angelegt. Diesen Weg gehen wir gemeinsam mit unseren Gesellschaftern sowie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, auf die wir uns auch in dieser Zeit verlassen können. Diese Bedingungen stimmen uns zuversichtlich, dass wir als Unternehmen und Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden“, ist sich Bibelhausen sicher. „Die entsprechenden Produkte und Lösungen sowie die richtige Mannschaft haben wir dazu.“ (ge)

    Weidmüller GmbH & Co. KG Klingenbergstraße 26 32758 Detmold Tel.: +49 5231 14-280 E-Mail: weidmueller@weidmueller.com Website: www.weidmueller.de

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