Dennis Kock, Geschäftsfeldentwicklung Smart Infrastructure bei Welotec GmbH in Laer
1. Mobil kommunizieren, auch über Grenzen hinweg 2. LTE-IPC für ortsfeste Fahrgastinformation 3. Kommunikationslösungen für die Smart City
In den wachsenden Städten sind immer mehr Menschen und Fahrzeuge in Bewegung. Das führt nicht nur bei der Verkehrslenkung, sondern auch im öffentlichen Personennahverkehr zu einer logistischen Herausforderung, die sich nur mit intelligenten und sicheren Softwaresystemen zeitgemäß lösen lässt. Hier helfen die Experten für smarte Soft- und Hardwarelösungen von IVU in Berlin (www.ivu.de) Verkehrsunternehmen und Städten diese Herausforderungen zu meistern. Mit verschiedenen Produkten des Unternehmens wird es möglich, den Einsatz von Bussen und Bahnen zu planen, zu optimieren und zu steuern, Fahrgäste in Echtzeit zu informieren, Routen für die Paketzustellung zu erstellen und Filialisten bei der Standortwahl zu unterstützen.
Mobil kommunizieren, auch über Grenzen hinweg
Ein Herzstück des Flottenmanagements ist die IVU.box, ein robuster und bedienerfreundlicher Bordrechner für Busse und Bahnen. Er hat Schnittstellen zu allen gängigen Ortungs- und Kommunikationssystemen (GPS, analoger und digitaler Funk, GSM, UMTS oder der Standard für digitalen Bündelfunk TETRA (Terrestrial Trunked Radio)) und steuert die gesamte Fahrzeugperipherie wie Ortung, Datenübertragung zur Leitwarte, Infotainment u.v.m. Als IVU.ticket.box unterstützt er neben dem Fahrscheindruck alle Formen des elektronischen Ticketings. In Anwendungen, bei denen große Datenmengen übertragen werden müssen – etwa für ein Infotainment-System an Bord – reicht das in der Box eingebaute UMTS-Modem allerdings nicht aus. Für solche Fälle entwickelten die Berliner ein Zusatzmodul. Die angedachte Eigenentwicklung des Kommunikationsmoduls wurde aus verschiedenen Gründen verworfen. So haben etwa Clearing-Dienstleister für das bargeldlose Bezahlen hohe Sicherheitsanforderungen an die eingesetzte Hardware und fordern einen eigenen Kommunikationskanal für diese Anwendung. Die IVU machte sich daher auf die Suche nach einem passenden Standardmodul am Markt, das sowohl LTE als auch WLAN nutzen kann und sich in Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs optimal integrieren lässt.
Fündig wurden die Berliner bei ihrem langjährigen Partner Welotec in Laer im Münsterland. Gefragt war ein Router, mit dem sich Daten sowohl über WLAN übertragen lassen als auch per LTE. So können verhältnismäßig statische Informationen mit großen Datenmengen übertragen und gepuffert werden, solange der Bus im Depot steht und Verbindung mit dem WLAN-Netzwerk hat. Dagegen lassen sich Informationen, die sich kurzfristig ändern, per LTE auch während der Fahrt übertragen. Und weil öffentlicher Nahverkehr in Grenzgebieten oft auch länderübergreifend unterwegs ist, war den Entwicklern wichtig, zwei SIM-Karten einsetzen zu können, damit es möglich ist, jederzeit den idealen Datentarif zu nutzen. Der Router TK815L-EXW wird all diesen Forderungen gerecht, bietet Dual SIM und lässt sich als WLAN Access Point bzw. Client nutzen. Dipl.-Ing. Guido Reinartz, Projektleiter DACH bei IVU erläutert: „Ein wesentliches Entscheidungskriterium für den Einsatz des TK-Routers von Welotec war, dass der Router als einer der wenigen am Markt E1-zertifiziert ist. Das ist ein absolutes Muss-Kriterium für unsere Kunden im öffentlichen Nahverkehr. Denn damit ist klar, dass er den schwierigen mechanischen und elektrischen Anforderungen im Bus gewachsen ist. Die Firmware des Routers wurde außerdem an die spezifischen WLAN-Kundenanforderungen angepasst.“





