Schunk GmbH & Co. KG präsentiert auf der SPS 2026 in Nürnberg zwei neue Ausbaustufen seiner Lineardirektachsen-Familie: die SLD Mini und die SLD Midi. Die Erweiterung der SLD-Produktlinie adressiert den anhaltenden Bedarf der produzierenden Industrie nach skalierbaren Bewegungskomponenten, die sich nahtlos in bestehende Automatisierungsumgebungen integrieren lassen.
Lineardirektachsen zählen zur Kerninfrastruktur moderner Handhabungs- und Montagezellen. Anders als konventionelle Linearantriebe mit Kugelgewindetrieb oder Zahnriemen arbeiten Lineardirektachsen ohne mechanische Zwischenstufe zwischen Antrieb und Nutzlast – das reduziert Verschleiß, erhöht die Positioniergenauigkeit und erlaubt höhere Dynamik. Mit den Varianten Mini und Midi erschließt Schunk offenbar ein breiteres Leistungsspektrum unterhalb und innerhalb des bisherigen SLD-Portfolios, was besonders für kompakte Montagezellen, Prüfautomaten und Handlingapplikationen relevant ist.
Das strategische Gewicht der Präsentation liegt jedoch weniger auf den einzelnen Achskomponenten als auf dem Systemansatz: Schunk positioniert das Angebot als integriertes Paket aus Motion, Greiftechnik und Sensorik ergänzt durch Engineering-Leistungen. Dieser One-Stop-Ansatz spiegelt einen breiteren Markttrend wider – Anwender aus dem Maschinenbau und der Fertigungsautomatisierung suchen zunehmend nach Lieferanten, die nicht nur Einzelkomponenten, sondern applikationsfähige Subsysteme liefern können. Dies verkürzt Engineeringaufwand und Inbetriebnahmezeiten auf Anwenderseite erheblich.
Schunk ist als Spezialist für Spanntechnik und Greiftechnik etabliert, hat sein Portfolio in den vergangenen Jahren jedoch systematisch um Lineartechnik, Sensorik und Software erweitert. Die Integration eigener Sensorik – etwa zur Greifkraftüberwachung oder Positionsdetektion – in Kombination mit Linearachsen ermöglicht es, Zustandsdaten direkt in der Kinematik zu erfassen und an übergeordnete Steuerungen oder IIoT-Plattformen weiterzugeben. Damit bedient Schunk auch Anforderungen aus dem Umfeld von Industrie 4.0 und adaptiver Fertigung.
Die SPS in Nürnberg gilt als zentraler Branchentreffpunkt für Steuerungs- und Automatisierungstechnik in Europa. Für Komponentenhersteller wie Schunk bietet die Messe die Plattform, neue Produktlinien im direkten Vergleich mit Wettbewerbern wie Festo, Bosch Rexroth oder SMC zu positionieren. Der Markt für elektrische Linearantriebe und Direktachsen verzeichnet seit Jahren solides Wachstum, getrieben durch den Trend zur Elektrifizierung von Handhabungsaufgaben auf Kosten pneumatischer Systeme – ein Wandel, der durch Energieeffizienzanforderungen und steigende Anforderungen an Prozessflexibilität beschleunigt wird.
Konkrete technische Spezifikationen zu Hub, Traglasten oder Dynamikwerten der SLD Mini und SLD Midi hat Schunk zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig veröffentlicht. Für Anwender und Integratoren dürfte die Detailbewertung – insbesondere hinsichtlich Schnittstellen zu gängigen SPS-Plattformen und Feldbusprotokollen – erst auf der Messe selbst oder mit der begleitenden Produktdokumentation möglich sein.
Quelle: Schunk GmbH & Co. KG – https://schunk.com/de/de/news/engineering-motion-und-sensorik-fuer-produktive-automatisierung/41216





